Oh Man(ta): Six Senses Laamu ist neuer Partner des Manta Trust

17 12 2013

manta_1_hrIm Six Senses Laamu fühlt man sich von jeher der Umwelt verpflichtet, was sich unter anderem in zahlreichen nachhaltigen, meeresbezogenen Aktivitäten niederschlägt. Ziel dieses Engagements ist die Verbesserung nachhaltiger Methoden, der Erhalt und die Wiederherstellung der Meeresumwelt sowie der Schutz des sensiblen marinen Ökosystems und seiner Arten. Ein wesentlicher Eckpfeiler diesbezüglich ist die Partnerschaft mit der Organisation „Ocean Dimensions“ sowie dem „Manta Trust“, der das Maledivische Mantarochen-Projekt aktiv unterstützt. Dessen Gründer und CEO, Guy Stevens, besichtigte Ende Oktober den Manta Point des Six Senses Laamu und machte sich während seines einwöchigen Aufenthalts ein umfassendes Bild von den künftigen Forschungs- und Schutzmaßnahmen.

Mantarochen sind groß und geheimnisvoll. Sie gehören zur Familie der Knorpelfische, was sie zu engen Verwandten der Haie macht. Bislang konnten zwei Arten von Mantarochen identifiziert werden: der riesige Meeresmanta (Manta birostris), der eine Spannweite von bis zu sieben Metern erreicht, sowie den heimischen Riffmanta (Manta alfredi) mit einer durchschnittlichen Spannweite von rund drei Metern. Die friedlichen Giganten ernähren sich von den kleinsten Lebewesen im Meer, dem Zooplankton, indem sie mit ihre Kopfflossen einen Trichter bilden, durch den sie das planktonhaltige  Wasser literweise einsaugen, wobei ihre Kiemenlamellen den Plankton herausfiltern. Die große Nachfrage nach jenen Kiemenlamellen in der traditionellen asiatischen Medizin ist dem Mantarochen allerdings längst zum Verhängnis geworden, so dass er seit 2001 auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt wird.

Das maledivische Mantarochen-Projekt (MMRP) wurde in 2005 gegründet und zählt zu den am längsten laufenden Manta-Forschungsprojekten der Welt. Ziel des MMRP ist es, langfristig zuverlässige Daten über die Verbreitung, die Biologie und Ökologie der Mantas in der gesamten Inselgruppe der Malediven zu sammeln und den Erhalt der friedlichen Riesen sicherzustellen. Das MMRP ist wiederum ein Gründungsprojekt des Manta Trust, einer in Großbritannien eingetragenen Wohltätigkeitsorganisation, deren Vision „eine nachhaltige Zukunft für die Ozeane ist, wo Mantas in einem gesunden und vielfältigen marinen Umfeld gedeihen können“. Der Manta Trust betreut  derzeit Forschungsprojekte in weltweit mehr als 16 Ländern. Die Ergebnisse dieser Bemühungen  waren wiederum maßgeblich für die Listung der Mantarochen im Anhang II des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES) im März 2013.

Dank der einzigartigen Muster aus schwarzen Flecken auf dem weißen Bauch der Mantarochen, konnte im Rahmen des maledivischen Mantarochen-Projekts bislang mehr als 3.000 Mantarochen auf den Malediven identifiziert werden. Seit 2012 übermittelt auch das Six Senses Laamu gemeinsam mit Ocean Dimensions Fotos von der Unterseite der Mantarochen an das MMRP. Auf diese Weise konnten weitere 22 Mantas an den Reinigungsstationen des lokalen Tauchplatzes Hithadhoo Corner, der auch liebevoll Manta-Point genannt wird, identifiziert werden.  Hier, in 20 Metern Tiefe und am Ende des Ying Yang Surfbreak, erstreckt sich das Riff als Plattform bis in den Hithadhoo Kandu Kanal.  Die verschiedenen Korallenblöcke sind die Heimat von Dutzenden von Putzerfischen, denen wiederum die Mantas für ihre tägliche Reinigung einen Besuch abstatten.

Hoch erfreut zeigte sich Marteyne van Well, General Managerin des Six Senses Laamu, die zugleich auch begeisterte Taucherin und Unterwasser-Fotografin ist, über die neue Partnerschaft: „Bei Six Senses Laamu sind wir ständig bemüht, die Umwelt zu schonen und aktiv zum Schutz empfindlicher Arten beizutragen. Die neue und aufregende Partnerschaft, ermöglicht es uns, die Forschung des Manta Trusts vor Ort zu unterstützen und Teil dieses wichtigen Projekts zu sein.“

Auch Marc Zaalberg, Inhaber und Geschäftsführer von Ocean Dimensions weiß, wie wichtig ein solcher Manta Point vor Ort für das Projekt ist: „Als wir den Hithadhoo Corner entdeckten, wussten wir dass es sich hier um einen einzigartigen und außergewöhnlichen Tauchplatz handelt, denn Reinigungsstationen sind die besten Standorte, um Mantarochen zu beobachten. Dieser Platz wird  uns ganz sicher nicht enttäuschen. “

Die ganzjährige und kontinuierliche Sichtung der Mantarochen am Hithadhoo Corner und die Identifizierung von Mantas, die bisher noch an keiner anderen Stelle der Malediven beobachtet worden waren, mündete schließlich in einer Einladung an Guy Stevens, sich im Six Senses Laamu vor Ort ein Bild der Situation zu machen. Bereits nach nur fünf Tauchtagen am Hithadhoo Corner erhöhte sich die bislang bescheidene Zahl von 22 identifizierten Mantas auf 52. Und schon nach kurzer Zeit konnten 28 der neu gesichteten Mantas in der maledivischen Datenbank als völlig neu identifiziert werden. Die Laamu-Atoll-Datenbank umfasst seither 50 Mantas, die ausschließlich in diesem Atoll gesichtet wurden.

Besonders interessant und aufregend für Guy Stevens war die Entdeckung zweier Mantas, die zuvor schon in anderen Atollen gesichtet worden waren. Mantarochen M35, Bananarama genannt, wurde 2005 erstmals im Baa Atoll gesichtet und Jahre lang beobachtet. Zum letzten Mal in 2012, bevor die Mantadame sich auf den 350 Kilometer langen Weg in das Laamu Atoll machte. Der zweite, M1446 mit dem Namen Trident, wurde zuvor nur ein einziges Mal gesichtet und zwar im Jahre 2007 im Addu Atoll. Das bedeutet, dass auch dieser Manta fast 400 Kilometer über das offene Meer bis zum Hithadhoo Corner gereist sein muss. Eine außergewöhnliche Leistung, welche die Konnektivität der Atolle impliziert und ein weiteres Geheimnis der charismatischen Riesen offenbart.

Ocean Dimensions und die im Resort stationierte Meeresbiologien Rachel Lambert werden nunmehr  die Fotoidentifikation der Mantarochen fortsetzen. Bei Six Senses Laamu und Ocean Dimensions freut man sich bereits darauf, die Erforschung der Mantas am Hithadhoo Corner fortzusetzen, um gemeinsam mit dem Manta Trust eine lebendige und nachhaltige Zukunft der Manta-Population sicherzustellen. Zusätzlich zu den wöchentlich stattfindenden und von Rachel Lambert initiierten Gesprächen über die Mantas, wird ein Team von Tauchprofis von Oceans Dimensions den Gästen bei regelmäßigen Tauchgängigen am Hithadhoo Corner tiefe Einblicke und interessante Fakten über die majestätischen Mantas vermitteln. Als Partner des Manta Trusts und des maledivischen Rochenprojekts, ist das Resort außerdem in der Lage mit Hilfe neuer Lernprogramme, die benachbarten Gemeinden für die Bedeutung und Verwundbarkeit der Manta Population im Laamu Atoll zu sensibilisieren.

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