Nelson Mandela und der Elefant – Eine Erinnerung zum 100sten Geburtstag

9 05 2018

100 Jahre wäre er dieses Jahr geworden. Unsterblich ist er. Nelson Mandela. In Südafrika liebevoll „Madiba“ oder „Tatta“ genannt. Legende und Vorbild. Für Jeden, der ihn je getroffen hat, oder wo immer er auch war – es bleibt eine unvergessliche Erinnerung. Auch Sabi Sabi hat eine kostbare Erinnerung an ihn.

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„Madiba Shuffle“ bei Ankunft

1999 war es. Nelson Mandela war zu Gast in der Sabi Sabi Bush Lodge. Anlässlich einer hochkarätigen Wirtschafts- und Finanzkonferenz. Der damalige Leiter der Lodge, Michel Girardin, hatte das Vergnügen, „Madiba“ von dem hastig angelegten „Heliport“ am Rollfeld zur Lodge und retour zu bringen. Dabei rissen sich alle Mitarbeiter darum, der Guide sein zu dürfen. Und so ließ es sich das gesamte Bush Lodge Team nicht nehmen, ihn bei seiner Ankunft mit Gesang und Tanz zu begrüßen – Nelson Mandela stieg sofort aus und begann, den Madiba Shuffle zu machen – die Freude war groß!

Das denkwürdige Ereignis begab sich allerdings beim Rücktransfer. Die Abflugzeit war auf 14.00 Uhr festgelegt. Die Zeit schon sehr knapp. Das Sicherheitsteam bestand darauf, dass die exakt gleiche Route genommen werden musste. Sie führte von der Bush Lodge durch das Msuthlu Flussbett zur Landebahn. Als der Konvoi auf das Flussbett zufuhr kam von der anderen Seite ein Elefantenbulle herunter. Und das bedeutete: Einer wird weichen müssen. Wobei die Security streng auf der Einhaltung der Route beharrte.

Begegnung zweier Giganten – was passiert, passiert

Ganz gegen seine so ruhige und gelassene Art wurde Nelson Mandela ein wenig nervös. Erkundigte sich besorgt, ob denn der Flug pünktlich starten könnte. Auf die Frage, warum er so in Eile sei – Mandela war nicht mehr Präsident und in Rente – erklärte er, dass sich der Sohn seiner Ehefrau, Garça Marchels, aus erster Ehe gleich einer Operation unterziehen müsse und er ihm alles Gute wünschen möchte. Für ihn zählte das Wesentliche: die Familie.

Unbeirrt schritt der Elefantenbulle weiter auf das Flussbett zu. Pattsituation. Einen anderen Weg einzuschlagen kam nach wie vor nicht in Frage. So blieb nichts, als abzuwarten. Jetzt wurde Mandela ganz ruhig. Beruhigte seine Security. Und meinte auf seine so unvergleichlich gelassene Art: „Was passiert, passiert.“ Scherzhaft fügte er hinzu, dass der Elefant wohl nichts von seiner Vergangenheit wüsste. Und während sie einige Minuten warteten, drehte sich der Elefant um und schritt in die andere Richtung davon. Der Weg war frei. Dem pünktlichen Abflug stand nichts mehr im Wege.

Rührendes Dankeschön – handschriftlich und persönlich

Beim Abschied bat Michel Girardin darum einige Fotos machen zu dürfen. Nelson Mandela willigte ein, bat erstaunlicher Weise um Abzüge. Denn wer auf Fotos mit allen honorigen Persönlichkeiten dieser Welt abgelichtet ist, benötigt doch keine Fotos von solch einem unbedeutenden Treffen. Des Rätsels Lösung kam wenig später mit der Post – eine Aufnahme mit einem handschriftlichen Dankeschön. Was für eine herzliche Geste! Was für ein Beweis, wie wichtig Nelson Mandela Menschen waren. Wie zugewandt und freundlich er war, sich Zeit nahm. Diese Fotos und die Geschichte sind für Sabi Sabi von besonders wertvoller Erinnerung. Ein Eintrag für die Ewigkeit.

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